Im mittel- und unterfränkischen Raum wurde man eine gefragte Blaskapelle. Keiner scheute Mühen und Strapazen, um von Freitag bis Montag die Festbesucher bei Wein-, Kirchweih- oder Vereinsfesten in Stimmung zu bringen und in Schwung zu halten.
Musikalisch wurden weit über die Landesgrenzen hinaus Kontakte gepflegt. So konnte die Blaskapelle 1982 bis 1986 das Burschenfest in Wismar bei Gießen und von 1981 bis 1985 das Schützenfest in Stockhausen bei Fulda als Festkapelle musikalisch ausgestaltet.

Anfang der 80´er Jahre mit Drafi Deutscher
1983 wurde eine neue Ledertracht angeschafft. Die zweite Beschallungsanlage wurde erworben, um das Musikprogramm noch besser darbieten zu können.
Damit nach Ausscheiden der Gründungsmitglieder aus der aktiven Tätigkeit noch weiter in Altmannshausen Musik erklingt, wurde am 18.01.1981 durch einen Vertrag mit Fritz Bock aus Münchaurach als Ausbilder und Dirigent der Jugendkapelle, Anton Engelhardt, Hans Beringer und Manfred Henninger die Jugendkapelle gegründet. Im Mai 1981 teilte Fritz Bock die Kapelle in hohes und tiefes Blech und brachte als Ausbilder für tiefes Blech und Schlagzeug Erich Voigt aus Nürnberg.

8. Juli 1985 - Einweihung des Eisstockschützen-Geländes in Scheinfeld
Es konnten 30 Mädchen und Jungen aus Altmannshausen, Dornheim und Markt Bibart ihre musikalische Ausbildung beginnen.
Die Leitung und Weiterbildung dieser jungen Musiker und der Jugendkapelle übernahm Erich Voigt bis 1992. Leider haben seit 1984 die Gründungsmitglieder Hans Romeis, Jakob Bauer, Herbert Engelhardt, und Richard Karg, aus Altersgründen die Blaskapelle verlassen. Deshalb mußten Jungmusiker der Jugendkapelle diese Lücke in der Seniorenkapelle schließen.


Faschingsumzug in Markt Bibart
Ein großes Erlebnis war 1986 das Kreismusikfest der Kolpingsmusik in Cham. Dort konnte man erstmals mit zwei Kapellen an einem Fest teilnehmen. 1987 und 1988 war es nicht mehr möglich mit zwei Kapellen gleichzeitig aufzutreten, weil einige Jungmusiker aus der Jugendkapelle aus den schon genannten Gründen in die Blaskapelle wechselten. Im November 1988 übergab Anton Engelhardt sein Amt als Vorstand der Jungend- und Blaskapelle an Jochen Henninger für die Jugendkapelle und Hermann Meinzinger für die Blaskapelle.
Mit Anton Engelhardt schied auch Heinrich Bauer als aktiver Musiker aus.
Von nun an vertritt Hermann Meinzinger die Blaskapelle Altmannshausen als Vorstand und aktiver Musiker sehr engagiert, welches bis zum heutigen Zeitpunkt immer noch so ist.
Im November 1990, anlässlich der Jahresversammlung, erklärte Hans Beringer seinen Rücktritt als Dirigent der Blaskapelle.
Er übergab das Amt des Dirigenten an den Jungmusiker Ralf Henninger.
Auf die Ausbildung der Jugend legte man auch in den folgenden Jahren besonderen Wert.
So wurden 1989 weitere 15 Jugendliche geworben, ein Instrument zu erlernen. Die Schulung wurde in die Hände von Georg Sturm und Erich Voigt übergeben, die sich wie Johann Beringer mit Erfolg darum bemühten, in den nächsten Jahren wieder eine Jugendkapelle zu leiten.

Die Jugendkapelle auf dem Kriegervereinsfest in Gutenstetten unter der Leitung von Johann Beringer
So war 1991 erstmals die Jugendkapelle wieder auf Pfarrfesten, aber auch auf Vereinsfesten in der Umgebung zu hören.
Am 24. April 1993 wurde das 40-jährige Bestehen der Blaskapelle Altmannshausen gefeiert.
Für 40-jährige aktive Musiktätigkeit wurden Erich Voigt geehrt und Hans Beringer für 25-jährige Dirigententätigkeit, für 30-jährige Mitgliedschaft Hans Romeis, Richard Karg, Jakob Bauer, Anton Engelhardt sen., Herbert Engelhardt und Heinrich Bauer. Für 20-jährige Mitgliedschaft Lorenz Romeis, Manfred Henninger, Leni Meinzinger, Hans Enzbrenner und Hermann Meinzinger und für 10-jährige aktive Musiktätigkeit Anton Engelhardt, Thomas Nitsche, Rudi Lulei, Benno Rossmanith, Bernhard Troll, Markus Schmer, Jochen Henninger und Ralf Henninger.
Leider bestand die Jugendkapelle auch diesmal nicht lange, denn nachdem 1994 wieder viele aktive Musiker aus Altersgründen den Verein verließen, wurde beschlossen, die Mitglieder der Jugendkapelle erneut in die Blaskapelle aufzunehmen.
1994 bis 1996 schieden weitere Musiker, darunter unser langjähriger Schriftführer Manfred Henninger sowie auch unser ehemaliger Dirigent, Hans Beringer, aus der Kapelle aus.
Ralf Henninger übergab nun das Dirigentenamt an Bettina Henninger (geb. Bauer), die die Prüfung zur staatlich anerkannten Dirigentin mit viel Erfolg und als eine der jüngsten in Bayern abgelegt hat.
Seitdem führt sie, zusammen mit dem Vorstand Hermann Meinzinger, die Blaskapelle Altmannshausen.
2000 veranstaltete die Blaskapelle Altmannshausen drei Konzerte in "Erinnerungen an Ernst Mosch" bei denen ausschließlich Polkas, Walzer und Märsche des Komponisten zu Gehör gebracht wurden.
Ein Höhepunkt war sicherlich, daß Toni Scholl, der zusammen mit Ernst Hutter die "Egerländer Musikanten" leitete, nach Altmannshausen kam und mit der Kapelle mehrere "Workshops für Egerländer Blasmusik" arbeitete.
Im April 2002 dirigierte Toni Scholl dann die Blaskapelle Altmannshausen in der Stadthalle Scheinfeld. Der Abend stand unter dem Motto "Blasmusik im Herzen".
Im August 2002 brachte das Bayrische Fernsehen ein Live-Sendung der "Abendschau" aus Castell. Diese Stunde durfte die Kapelle musikalisch umrahmen. Auch bei der Sendung "Bayern 1 unterwegs - Radiogrüße aus Abtswind" wirkte die Kapelle mit.
Die zur Zeit aus 25 hauptsächlich jungen Musikerinnen und Musikern bestehende Blaskapelle legt ihren Schwerpunkt auf gute Blasmusik. So stehen neben Abenden mit Böhmischer Blasmusik auf Weinfesten und Kirchweihen auch Konzert-Auftritte in Bad Mergentheim, Bad Windsheim, Iphofen, Abtswind und nicht zuletzt das jährliche Weihnachtskonzert in Altmannshausen auf dem Terminplan.
Das Repertoire umfaßt moderne Stücke, Intermezzos, konzertante Werke sowie Polkas, Walzer und Märsche. Von den Disco-Hits, die manche Festzeltbesucher auf die Tische treibt, will man sich distanzieren. Stattdessen will man mit schwungvoller Blasmusik die Festbesucher gut unterhalten.
Die Dirigentin Bettina Henninger ist ständig bemüht, das Niveau der Blaskapelle bezüglich der böhmischen und konzertanten Blasmusik zu steigern, welches sich auch an den sehr gut besuchten Konzerten zeigt.
Natürlich hat man sich auch weiterhin um die Jugendausbildung gekümmert. So werden zur Zeit 16 Jungmusiker teilweise in der Kreismusikschule, teilweise bei der Dirigentin Bettina Henninger geschult. Diese spielen mittlerweile auch wieder in einer Jugendkapelle zusammen, die bereits kleinere Auftritte bei Pfarrfesten, Schulfesten, Herbstfesten oder auch im Rahmen von Konzertabenden gestaltet hat. Diese Gruppe wird ebenfalls von Bettina Henninger geleitet.
Man wird auch zukünftig Wert auf eine fundierte und gezielte Ausbildung der Jungmusiker legen, auf konsequente und zielgerichtete Probenarbeit - und natürlich auf Spaß an der Musik. Denn das sind die Grundvoraussetzungen für eine gute und ansprechende Blasmusik.